Donnerstag, 25. April 2013

Cooking class

Ich treffe mich um 15.30 mit Emi, Kayla und James vor der Kyoto Arts & Design University, von dort sind es nur ein paar Minuten zu Emis Haus. Ich bin durch Zufall auf ihre Website gestoßen und habe beschlossen, mir einen Eindruck vom japanischen Kochen zu verschaffen.

Das Haus ist klein, aber sehr gemütlich, die Küche der größte Raum, den ich sehe. Ich hatte erst gedacht, Kayla und James seien ein paar, aber dann stellt sich heraus, dass sie Vater und Tochter sind. Sie unterrichtet seit einem Jahr in Osaka und studiert seit einigen Jahren Japanisch und er ist jetzt mit ihr 10 Tage durch Japan unterwegs.

Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: das japanische Kochen ist, wie so vieles andere auch hier, für mich ein bissl zu kompliziert. Aber es sieht wunderbar aus und wird mit viel Liebe und Enthusiasmus zubereitet.

Ich lasse jetzt einfach die Bilder sprechen. Itadakimasu, hai!!

Bonitoflocken, neben Seetang die Basis für Dashi Stock

Im Bild vorne: die Haut der Sojamilch, lecker!
@ work 
Dashi Sud

Sake, wichtig! 
Dark Soy Sauce, wichtig!

Emi beim Sesam rösten

Sesam, manuell geröstet, manuell gerieben (Feinheit: 70%!)

Bohnen, Erbsen, Sesam, Soja
Rind, gerollt 
Lauch und Schwammerl
Beef. Kobe? 





Wasabi, der Echte, im Ganzen
Wasabi reiben traditionell: auf Haifischhaut! 
Schweinsbraten, im Grüntee-Sud gekocht

Schweinsbraten, in Zerteilung

Rhabarber auf Sojahaut

Erdbeeren und rote Bohnenpaste, süß
Erdbeere in Plum Wine (wohl eher Plum Schnaps)
Mochi (gedampfte Reismehlpampe), süß
Mochi mit roter Bohnenpaste und Erdbeeren
Yeh!
Mein Fazit: die japanische Küche ist sehr fein, extrem ausdifferenziert und mit einem beeindruckenden Hang zur Schönheit, auch in einfachen Gerichten. Geschmacklich finde ich sie auch sehr elegant, aber wenn ich sie mit der indischen, thailändischen oder chinesischen Küche vergleiche, muss ich sagen: mir fehlt dabei ein bissl der Pepp. 

Japanisch essen ist ein Fest für alle Sinne, aber mein Körper stößt dabei keine Glückshormone aus, und ins Schwitzen bin ich bisher auch noch nicht gekommen (ich habe aber auch noch nicht um einige Hundert Euro pro Kopf diniert ...), es kann also noch kommen ;-)

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