Dienstag, 3. September 2013

Ein Wochenende im Isaan

Der Isaan ist jene Gegend Thailands, die im Nordosten an Laos und Kambodscha grenzt und die innerhalb Thailands die wenigsten Touristen sieht. Dafür kommt das beste Essen von dort und da habe ich beschlossen, einfach einmal übers Wochenende hinzufahren.

Ganesh 
Kokosnuss-Schaber
Der Prinz von Laos

Ubon Ratchathani ist als Stadt ziemlich unaufregend, fast schon ein bissl schnarchig. Als ich am Samstag gegen 21.00 Uhr noch etwas essen wollte, hatten die meisten Lokale schon zu. Dafür gab es ein nettes Museum und eine generell recht entspannte Atmosphäre. An Vientiane kommts in relaxedness aber dennoch nicht heran.

In der Gegend gibt es aber einiges anzusehen, u.a. den Nationalpark Pha Taem, ganz im Osten gelegen.

Nationalpark Pha Taem, Wasserfälle 


Für den Sonnenaufgang war ich zu spät dran 
Rechts im Bild: Laos
Nationalpark Pha Taem 

Ich habe mir ein Auto mit Fahrer organisiert, wie wir weggefahren sind, waren auf einmal noch zwei Thai mit im Auto. Im ersten Moment habe ich mir gedacht, die fahren halt nur ein Stückl mit, bin dann aber drauf gekommen, was wirklich war. Der Fahrer des Autos war der Onkel des jungen Mannes von der Rezeption, der mir das Auto zu einem guten Preis organisiert hatte. Und da Sonntag war, ist Chuyi halt einfach mitgefahren. Den anderen Mann habe ich erst für einen Freund des Onkels gehalten, bis ich dann erfahren habe, dass er in der Firma arbeitet, wo der Onkel als Fahrer beschäftigt ist (daher auch der Minibus!) und er entweder als Aufpasser oder Tourist (oder beides) mitgefahren ist. Es war jedenfalls eine gute Gelegenheit, mein Thai außerhalb der Schule zu Themen zu üben, wo es nicht nur ums Essen oder Taxifahren ging.

Zusammenfluss von Mekong und Moon River.
Der eine braun, der andere rot. Ich hab den Unterschied nicht gesehen.

Als wir dann wieder Richtung Ubon Ratchathani unterwegs waren (ich bin am späten Nachmittag wieder nach Bangkok zurück geflogen) haben sie gemeint, ein Wat müssen sie mir noch zeigen. Eigentlich wäre ich lieber entspannt zum Flughafen zurück gefahren, ohne dass es zeitlich knapp würde, aber ich hab dann nicht widersprochen. Und was sie mir dann das Wat (eigentlich Wattham, dazu gleich noch) gezeigt haben, hab ich mich ein bissl wie Indiana Jones gefühlt.

Wir haben neben einem Wat geparkt, wo ein großer Buddha davor stand, und ich dachte schon: naja. Aber dann sind wir einen kleinen Pfad ein paar Minuten nach unten gegangen und auf einmal standen wir vor dem Wattham: thâm heißt "Höhle" und das Wat war offenbar ein uralter Kult- und Meditationsplatz, der jetzt eben buddhistisch verwendet wird.





Die Bilder werden der Atmosphäre leider überhaupt nicht gerecht. Ich hätte dort noch gerne mehr Zeit verbracht, am liebsten allein und ausprobiert, wie es wäre, dort einfach nur zu sitzen und zu schauen, nach außen und nach innen. Aber leider: die Nok Air hätte nicht auf mich gewartet ...

"nók" heißt Vogel
Und das Essen war schon gut, aber ich hätte offenbar früher zum Essen gehen müssen, um noch mehr Auswahl zu haben. Im Bild: gebratene Cashewnüsse mit Jungzwiebel und Rind (glaube ich zumindest ...)







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