Montag, 27. Mai 2013

Strategieklausur

Rainer und ich haben beschlossen, dass wir außerhalb Bangkoks besser und konzentrierter nachdenken können und haben uns daher für ein paar Tage am Strand und Pool in Pattaya eingemietet.



Entgegen meiner ursprünglichen Erwartung besteht Pattaya nicht nur aus Stripbars und Spelunken (schon auch!), sondern ist eigentlich eine recht angenehme Stadt am Meer. Das Hotel und die umliegenden Condos sind zwar mehrheitlich von Russen belegt, aber was solls. Typischerweise schlafen sie am vormittag am Pool ohnehin ihren Rausch vom Vorabend aus und ab Mittag sind sie wieder in den Bars der Umgebung unterwegs, daher ließ es sich recht ungestört arbeiten.


Wir haben jedenfalls dreieinhalb Tage sehr intensiv nachgedacht, und wenn wir dabei zu sehr ins Schwitzen gekommen sind, sind wir für eine kleine Abkühlung in den Pool gesprungen.


Wir haben uns auf ein Projekt geeinigt, das spannend, neuartig und potentiell ertragreich sein könnte und werden in den kommenden zwei bis drei Wochen das Konzept dazu entwickeln und mit ausgewählten Thais testen.


Details kann und will ich an dieser Stelle natürlich noch nicht bekannt geben, aber wer im Wachstumsmarkt Südostasien investieren möchte, kann sich ja schon einmal unverbindlich mit mir in Verbindung setzen …


Sawadee kap!

Freitag, 17. Mai 2013

Kreative Pause

So, die Entscheidung ist gefallen. Ich habe meine Weiterflüge nach Hawaii und Südamerika auf den Herbst verschoben und mir hier in Hong Kong ein Business Visum für Thailand besorgt.

Aus heutiger Sicht kann ich mir vorstellen, einmal ungefähr ein halbes Jahr in Bangkok zu bleiben und zu schauen, welche Möglichkeiten es dort gibt, in und mit jungen Firmen etwas Neues aufzubauen. Noch sind die Pläne ein wenig diffus, aber der erste Schritt wird sein, ein klareres Bild zu entwerfen. Ich bin schon sehr gespannt, was es im Endeffekt werden wird!

Ich werde den Blog auf jeden Fall weiter führen, oder in einen anderen überführen („Business in Bangkok“?), ich vermute aber, dass ich (beinahe) tägliche Einträge nicht mehr schaffen werde, freue mich im Gegenzug aber auch über emails von Euch!

Ich werde mir in Bangkok ein Apartment suchen, vermutlich mit Gästezimmer. Wer also in den nächsten Monaten in der Gegend ist: meldet Euch! Und ich hoffe, dass es mir nicht ergeht wie der schwimmenden Ente, die als Kunstprojekt hier im Hong Kong im Hafen liegt. An dem Tag als ich dort war, war nämlich die Luft heraussen :-))













Dienstag, 14. Mai 2013

Taiwan, Tainan, Taipei

Ich mag Taiwan! Taipei ist zwar nicht unbedingt eine Schönheit, aber eine Stadt, die einen mit offenen Armen empfängt. Das liegt zum einen sicher an den Menschen hier. Die Taiwanesen sind sehr warm, freundlich und ich habe den Eindruck, sie freuen sich einfach, wenn jemand hierher kommt. Auch wenn sie nicht viel englisch sprechen (wie zB die meisten Taxifahrer), ein „Welcome to Taiwan“ können sie immer und ich hab das Gefühl, dass sie es auch wirklich meinen.

Ilha Formosa


Stinky Tofu, hab ich (glaube ich) nicht gegessen
National Palace Museum

Es gibt noch Musik-Kassetten!
Der Grund liegt auf der Hand: sie leben geographisch und diplomatisch in ziemlicher Isolation und haben einen SEHR großen Bruder, der nur durch die Taiwan Strait von ihnen getrennt ist und sie sich gern wieder einverleiben würde. Gestern im Zug habe ich mit einem Mann gesprochen, der einige Monate in Deutschland war, um dort eine Halbleiterfabrik abzubauen und in Shanghai wieder in Betrieb zu nehmen. Er hat gemeint, dass die Relations mit China zwar momentan eh schon recht normal sind, er ist viel in China unterwegs und sehr viele Mainland Chinese kommen mittlerweile als Touristen nach Taiwan. Aber dennoch: „We are a small monkey and must be careful not provoke the Gorilla …“.

Tainan








Taiwan hat sich in die starken Arme Amerikas geflüchtet, und das ist ein bissl spürbar, aber nicht unangenehm. Die Polizeiautos schauen aus wie aus in den amerikanischen Fernsehserien, es gibt Radiosender mit amerikanischen Sprechern und viele haben in den USA studiert. Und sie sind sehr serviceorientiert, nicht nur das verbindet sie auch mit den Japanern.


Der berühmte Coffin Toast ("Sarg Toast")



Da hinein hab ichs leider nicht geschafft
Hierhin auch nicht


Japan war ja etwa ein halbes Jahrhundert Kolonialmacht in Taiwan, und was ich auffällig gefunden habe: die Taiwanesen scheinen keinen Groll zu hegen, im Gegenteil. Die unter japanischer Herrschaft errichteten Gebäude werden stolz als Sehenswürdigkeiten präsentiert, in den Museen wird mit freundlichem Ton über die Zeit berichtet und darauf, dass sie das einzige Land sind, dem Japan die Shinkansen verkauft hat, sind sie auch ein bissl stolz. Ähnlich wird auch über die Holländer berichtet, die im 17. Jahrhundert Handelsposten hier hatten, bis sie ein chinesischer General mit seinen 25.000 Soldaten hinausgeworfen hat. Sie sind schon stolz auf General Koxinga, sagen aber auch, dass die Holländer ihnen das Tor in den Westen und zur Technologie geöffnet haben.












Formosa ist unglaublich grün (nicht zu unrecht heißt eine japanisch-taiwanesische Airline „Evergreen“), leider habe ich aus Zeitgründen nur die dichter besiedelte Westküste gesehen. Das Landesinnere (mit Dreitausendern) und die Ostküste sollen landschaftlich wunderschön sein. Was ich aber sonst zu sehen bekommen habe, ist das China, das ich im Kopf hat(te) als ich 1996 in Mainland China war, das es dort aber schon damals nicht mehr gab: enge Gassen, alte Tempel, Leute im Unterhemd beim Mahjong (oder was auch immer) spielen auf ein paar Klappsesseln, und drumherum pulsierende, moderne Großstädte.








Taipei 101 im Regen
Taipei 101 im Taipei 101 Foto Contest
Taipei 101 im Taipei 101 Foto Contest
Taipei 101 im Taipei 101 Foto Contest
Taipei 101 im Taipei 101 Foto Contest
Taipei 101 im Taipei 101 Foto Contest
Taipei vom Taipei 101