Montag, 18. November 2013

Yokohama und das Nudelsuppenmuseum

Zum Abschluss war ich heute noch in Yokohama. Ist von Tokyo ja nur eine halbe Stunde (und wenn man aus dem Fenster blickt, merkt man ohnehin nicht, wo Tokyo aufhören und Yokohama anfangen könnte). Der wesentliche Unterschied: Yokohama liegt am Meer. Und hat eine Ramen-Museum, in dem man auch essen kann.

Shin-Yokohama heißt, dass es nahe am Shinkansen-Bahnhof liegt
(Die Shinkansen-Bahnhöfe sind geographisch oft getrennt von den anderen Bahnhöfen)


Für die Kleinen, denen nur Nudelsuppe zu fad ist 
Gabs auch zum Mitnehmen, hab ich mit vollem Bauch leider vergessen
Die verschiedenen Ingredienzien
Cup Noodles Cups

Das Ramen-Museum ist mir erst auf der Fahrt nach Yokohama aufgefallen, aber es hat sich gut getroffen, dass ich eh schon einen leichten Hunger verspürt habe. Eigentlich bin ich ja in Japan eher zum Udon-Fan geworden, und auch Soba finde ich ganz gut (Udon sind dicke Nudeln, meist in einer kräftigeren Suppe serviert, während Soba überwiegend aus Buchweizenmehl hergestellt und zumeist kalt gegessen werden).

Tokyo 1958
Tokyo 1958
Noch einmal Tokyo 1958
Ob es die Bestellautomaten 1958 auch schon gab? Irgendwie bezweifle ich das 
Die amerikanisierte Variante
Mehr das Original

Aber die berühmten Cup-Noodles (die Urform aller Instant-Nudeln) sind Ramen und in dieser Form habe ich in der letzten Zeit dann doch auch einige Cups genossen. Im ersten Stock des Museums gibt es eine Zeittafel, die die Entwicklung des Ramen seit der Einführung aus China beschrieben wurde, leider nur auf japanisch. Im ersten und zweiten Untergeschoß wurde dafür versucht, das Tokyo des Jahres 1958 (dem Jahr der Erfindung der Instant-Nudelsuppe) nachzubilden und neun berühmte Ramen-Restaurants kredenzen dort ihre Suppen.

Kyushu ramen

Vor den beiden berühmtesten Ramen-Shops hatte sich schon vor 12.00 Uhr mittags eine beträchtliche Warteschlange gebildet, und als dann auch noch eine ganze Busladung weiterer hungriger Esser/innen eingetroffen ist, habe ich mich halt in den nächstbesten Nudelshop geflüchtet. Ich muss sagen, ich habe schon besser Ramen gegessen, aber schlecht waren sie auch nicht.

Der TÜV ist nie weit

Zum Verdauen bin ich dann ans Meer gefahren und habe den strahlend blauen Herbsttag genossen. Ein bißchen hat mich die Atmosphäre an Hamburg erinnert, Backsteinbauten, Hafen und so.
Jetzt sitze ich in Narita und warte auf den Abflug nach Honolulu. Wie heute für schon geschrieben: so wahnsinnig zieht es mich nicht hin, aber schau ma mal, ich lass mich überraschen!

Die Anlegestelle für Ocean Liner
Yokohama Skyline
Klein, aber flott
Klein, dafür blau
Man gönnt sich ja sonst nix - wenn nur die Annonce nicht in einem Shop a la Billa gehangen wäre  

Und zum Abschluß noch ein (ungenügender) Eindruck vom Bahnhof Shinjuku. Ich habe in der Nähe gewohnt, sehr nette Gegend. Shinjuku hat pro TAG etwa 3,8 Millionen Passagiere ... Entsprechend groß und (für mich) auch leicht verwirrend ist es hier. Aber ich habs zum Zug zum Flughafen noch rechtzeitig geschafft.

Shinjuku Station

So, und jetzt wird grad mein Flug aufgerufen. Auf nach Hawaii!

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