Montag, 14. Oktober 2013

Modern Seoul

Je länger ich hier bin, desto besser gefällt mir Seoul. Bei meiner Ankunft vor zwei Wochen war es grau, regnerisch und sehr feucht. Jetzt hat es 20 bis 25 Grad, blauen Himmel, trockene Luft, wunderbares Herbstwetter!

Vermutlich Kunst
Seoul ist riesig. Gestern war ich zB in Suwon, man könnte es als Vorort bezeichnen. Die Fahrt dorthin dauerte (vom Bahnhof aus) eine Stunde und die Stadt hat noch lange nicht aufgehört. (Ich habe versucht, die Fahrtzeiten der verschiedenen U-Bahn/S-Bahn-Linien von Endstation zu Endstation zu erkunden und bin in einem Fall auf eine Fahrtzeit von knapp vier Stunden von einer Seite Seouls zur anderen Seite gekommen (ohne Umsteigen!).

Kunst. Oder doch ein Test für Rot-Grün-Schwäche? 
Im Gegensatz zu Bangkok habe ich hier aber nicht das Gefühl, dass es mühsam wäre, aus der Stadt hinaus zu kommen. Ich denke, dass dieses Gefühl vor allem daher rührt, dass es (zumindest im Zentrum) ein äußerst dichtes Metro-Netz gibt und damit auch eine Fahrt wie gestern ganz einfach wird: nachdem ich zufällig bei einer Station jener Linie wohne, die nach Suwon hinaus fährt, bin ich einfach hier in die U-Bahn eingestiegen und in Suwon wieder aus.

Kleinkind an der Leine
Während meiner ersten Tagen in Seoul vor zwei Wochen habe ich mich ja eher an die historischen Sehenswürdigkeiten gehalten (Paläste, Tempel, Hanoks), in den letzten Tagen habe ich mir die moderne Seite Seouls angesehen.

Dongdaemun Design Park & Plaza
So steht zB ein Bau von Zaha Hadid gerade kurz vor der Fertigstellung und das, was man bisher zu sehen bekommt, wirkt auf mich jedenfalls spannender als die krakeligen Stelzenbauten an der Heiligenstädter Lände. Aber meine Architektenfreunde und -freundinnen mögen mich gerne korrigieren!

Aus dem Lift des gegenüberliegenden Shopping-Centers
Noch ein paar Stockwerke höher
Gleich ums Eck von der Zukunft gibt’s dann aber wieder Gassln voller Sockenverkäufer und Imbiss-Standeln und mitten im Kreisverkehr steht ein zwar renoviertes, aber, weil eben mitten im Kreisverkehr stehend, nicht mehr zugängliches altes Stadttor.

Dongdaemun Market, gleich ums Eck
Und das frühere East Gate
Auch das neue Rathaus ist in modern gehalten, die geschwungene Front soll eine Tsunami-Welle symbolisieren. Ich weiß nicht, warum die Koreaner so von Tsunamis besessen sind, so viele Warnschilder und Tsunami-Versammlungspunkte habe ich sonst noch nirgends gesehen.

New City Hall 



Drinnen wachsen Bäume
Davor die alte City Hall
Mutig: Schnecken in einem öffentlichen Gebäude 
Der Hinweis darf auch an diesem Ort nicht fehlen: "Schleichts Eich, Japaner. Der Fös gheat uns!"
Das Donauinselequivalent

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