Gestern habe ich nicht viel gemacht. Nachdem ich um 4.30 Uhr aufgestanden bin und im Flugzeug nicht viel schlafen konnte, weil sich meine beiden Sitznachbarinnen (Teil einer internationalen Reisegruppe) äußerst penetrant und lautstark unterhalten haben, habe ich nach dem Check-In ins Hotel in Santiago ein paar mails geschrieben und sonst einfach Pause gemacht.
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| Avenida Bernardo O´Higgins |
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| Im Barrio Brasil |
Am frühen Abend bin ich dann los, ich wollte zu einem Steakhaus, das im Lonely Planet und im Internet hoch gelobt wird und auf den prächtigen Namen „Las vacas gordas“ („die fetten Kühe“) hört. Das Lokal liegt im Barrio Brasil, etwa eine halbe Stunde zu Fuß vom Hotel. Und obwohl ich schon darauf vorbereitet war, dass das nicht die beste Gegend Santiagos ist, hat mich die Atmosphäre dort ein wenig irritiert. Irgendwie ein bissl Kreuzberg, ein bissl 15. Bezirk, und das alles in einer südamerikanischen Großstadt, die zwar in Summe recht sicher sein soll, aber davon war ich hier nicht mehr 100%ig überzeugt.
Da traf es sich hervorragend, dass das Lokal meiner Wahl eh schon geöffnet hatte, daher habe ich meinen geplanten Spaziergang einfach ein bissl abgekürzt und der Hunger war auch schon ausreichend groß.
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| Mit versteckter Kamera |
Das Lokal war groß, wirkte recht bodenständig, dennoch mit weißen Tischtüchern und hat sich sehr rasch gefüllt. Die Kundschaft war überwiegend eine solche, der man angesehen hat, dass sie gerne isst (da zähle ich mich durchaus auch dazu). Die Kellner waren in Weste und Schlips, aber nicht überkandidelt, sondern eine Mischung aus Wiener Oberkellner und chilenischem Gaucho. Auch im Auftreten waren sie herzhaft ungekünstelt, freundlich, aber nicht unterwürfig.
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| Nicht nur die vacas sind ein bissl gordo |
Als ich einen der Herren um Unterstützung gebeten habe, weil ich mit der Speisekarte nicht zurecht gekommen bin, hat er sehr zielstrebig auf das Bistec Chorizo gezeigt, das solle ich essen, dazu einen chilenischen Cabernet und eine Beilage, fertig. Ich habe mich seiner Expertise gerne angeschlossen, und auf die zweite Beilage (Spinat in einer sehr fettigen Cremesauce) hätte ich tatsächlich verzichten können.
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| Der Grillmeister. Keine Konkurrenz für MC Kotelett. |
Als Aperitif habe ich einen Pisco Spur getrunken (die chilenische Variante), so lecker, dass ich gleich noch einen zweiten geordert habe, die Warterei auf das Steak wäre sonst ein wenig lang geworden. Die Wartezeit ging damit schnell vorbei und ich bekam ein äußerst saftiges, schmackhaftes Stück carne serviert. Die Beilagen waren nicht so toll, aber das Steak hat mich sehr glücklich gemacht!
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| Mjam |
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| Danke für den Tipp zum Tip. Wär aber nicht notwendig gewesen. |
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| A bissl goa süß, aber nicht schlecht |
Das ganze Vergnügen hat in Summe nicht einmal 35 Euro gekostet, inklusive Aperitif, Weinbegleitung und einem gratis Verdauungsamaretto, da soll sich noch einmal wer über die chilenischen Preise beschweren! Mein Trinkgeld war offenbar so gut, dass der Kellner sogar noch einmal an meinen Tisch gekommen ist, um sich mit Handschlag zu bedanken. Ich bin dann recht beschwingt zurück ins Hotel gegangen und hab am Weg noch ein paar Fotos in dem sich dem Abend zuneigenden Santiago gemacht.
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| Erst zu den Soldados del Metal ... |
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| ... danach zum Medico Oculista |
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| Was von den Helden übrig blieb |
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Das letzte Stück dann doch mit der U-Bahn. Die "Anden" in der Metro
haben mich schon beim ersten Mal ein wenig verwirrt, aber dann bin ich drauf gekommen,
dass das auch "Bahnsteig" heißt |
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