Sonntag, 5. Januar 2014

Cordoba

Cordoba. Für Besucher ohne Geschichtsbewußtsein ist das eine Stadt im Landesinneren von Argentinien. Für andere ist Cordoba eine Stadt in Spanien, auch gut. Aber für wahre Österreicher (und manche Österreicherinnen) steht der Name nur für eines: Das Wunder von Cordoba. 1978. Deutschland - Österreich. Unser Hansee. Der Aufschrei, der eine ganze Generation in seinen Bann zog. Edi Finger. Forever.

Ein heiliger Ort

Leider findet gerade kein Spiel statt, sonst wäre sogar ich ins Stadion gegangen!

High security. Muss verdammt gut sein.

Entsprechend ehrfürchtig habe ich mich daher heute in den Bus gesetzt und bin eine halbe Stunde in einen Vorort von Cordoba gefahren. Zuvor habe ich mich noch in Wikipedia schlau gemacht, die Hintergründe des Spiels, der ganzen Weltmeisterschaft (noch ohne Maradona!), der Umbenennung des Stadions vor ein paar Jahren (der WM-Torschützenkönig von 1978, Mario Kempes, ist ein Sohn der Stadt).

Idylle am Parkplatz. Sonst üben hier Fahrschüler einparken.

Und es ist in der Tat ein magischer Ort. Die Luft ist voll des Wunders, die Erde ist getränkt vom Schweiß und der Ehre Österreichs und wenn ich ganz still stehen bleibe, höre ich, wie der Wind und die Blätter Edis Echo an mein Ohr zaubern: „...erdnaaaarrriiischhh“ Ich bin ergriffen, stehe reglos und atme den Stolz, die Würde und die Kraft dieses einen Spiels, dieses wunderbaren, einzigartigen Ereignisses, o tu felix Austria!






Es versteht sich von selbst, dass angesichts eines derart historisch denkwürdigen Ortes die anderen Attraktionen Cordobas dagegen verblassen müssen. Ich habe mir ein Apartment im Zentrum genommen und meine drei Tage hier sehr genossen. Ich habe mich intensiv auf die Wallfahrt heute vorbereitet (recherchiert, meditiert, Wäsche gewaschen) und mich wieder einmal im Steak-Braten versucht.

Vielleicht hätte mich die Übersetzung schon warnen sollen ("Transportpalette")

Der Salat war gut, die Gurke bitter

Der Wein war nicht aufregend,
das Cordoba dafür definitiv das beste Bier bisher in Argentinien!

Im Gegensatz zu Neuseeland war das Ergebnis aber ein bissl mau und ich traue mich nicht zu sagen, ob die Fleischqualität in Neuseeland einfach besser war (es gibt Stimmen, die sagen, dass die Intensivierung der Landwirtschaft in Argentinien zu einem Abfall der Fleischqualität geführt hat) oder ob ich das falsche Stück erwischt habe. Mein Dictionary hat die Aufschrift auf der Fleischverpackung ja vielleicht nicht ohne Grund als „Transportpalette“ übersetzt ...


Auch so eine Sache. "Moron", im Ernst?
Englischsprachige Studenten werden hier wohl eher nicht studieren wollen 

Kunst. No idea what it means.













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