Es ist 6.00 Uhr früh und ich bin gerade in Curitiba aus dem Nachtbus gestiegen. An sich bin ich ja kein Freund von Nachtfahrten, aber diese war ganz OK. Nicht ganz so bequem, wie es vielleicht noch in einem der Luxusbusse in Argentinien gewesen wäre, aber ich fühle mich recht ausgeschlafen.
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| Im Landeanflug auf Puerto Iguazú |
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| Gut besucht, Samstag in den Sommerferien |
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| Der erste Blick |
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| Wie gesagt: gut besucht |
Die letzten drei Tage in Iguazu waren genial. Ich war ja vor ziemlich genau 15 Jahren schon einmal hier, damals zu meinem 30er, und wenn ich vorher versucht habe, mich daran zu erinnern, ist mir erstaunlich wenig eingefallen. Während ich die Victoria Fälle auch heute noch ziemlich gut vor meinem inneren Auge habe, war von Iguazu recht wenig erhalten. Und wie ich am ersten Tag auf der brasilianischen Seite in den Park hinein gefahren bin und an der ersten Aussichtsplattform stand, habe ich mir fast gedacht, dass das seinen Grund hatte. Denn die erste Ansicht der Fälle habe ich gar nicht berauschend gefunden.
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| Da draußen habe ich keine Fotos mehr gemacht |
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| Ob der nicht vor 15 Jahren auch schon da lag? |
Aber mit jedem Aussichtspunkt, den ich näher zu den Fällen kam, ist die Begeisterung gestiegen. Ich kann hier keine Fallhöhen angeben oder Hektoliter pro Millisekunde rezitieren, die einem da entgegen rauschen. Ich kann nur sagen, dass das Naturschauspiel enorm beruhigend und aufregend zugleich wirkt. Dass manche Blickwinkel einen fast hypnotischen Sog ausüben (bei dem mir immer das Wort „Mahlstrom“ einfällt: riesig, alles verschlingend). Dass mir an manchen Stellen Tränen in den Augen standen und ich gleichzeitig laut loslachen konnte.
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| Sag ich auch immer. Beer is definitely more natural. |
Am nächsten Tag auf der argentinischen Seite war es wieder genau so. Zwar anders vom Charakter her, man ist hier näher an den Fällen dran, hat dafür aber längere Wege dorthin und während die brasilianische Seite effizienter organisiert ist, ist es auf der argentinischen Seite irgendwie ein bissl direkter (und es waren gefühlsmäßig auch weniger Leute als tags zuvor auf der brasilianischen Seite, was den Besuch ein wenig entspannter machte).
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| A la argentino |
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Die Bootsfahrt habe ich mir gespart. Ich glaub nicht, dass man sehr viel sieht,
und mit Brillen schon gar nicht ... |
Gewohnt habe ich in Puerto Iguazú auf der argentinischen Seite und nachdem ich heute am Weg zum Itaipu Damm Foz do Iguacu noch einmal gesehen habe, war das auch die richtige Entscheidung. Foz ist fast schon eine Großstadt, während Puerto Iguazu einen leicht verschlafenen Eindruck machte, auf jeden Fall in der Gegend, wo ich gewohnt habe.
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Die Teile von früheren Gehwegen, die da so im Wasser lagen,
waren nicht unbedingt vertrauenssteigernd |
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| El Garganto del Diablo |
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Woran erkennt man, dass man in Argentinien ist?
Jeder trägt seinen Kübel Mate mit sich herum |
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Ich wollt immer schon wissen, wie tief der Fluß eigentlich ist,
bevor er sich in die Tiefe stürzt |
Nachdem die Busfahrt nach Curitiba 10 Stunden dauert und der einzige Bus mit bequemeren Sitzen über Nacht fuhr, habe ich als Tagesprogramm heute noch einen Besuch in Itaipu eingeschoben. Sie sind recht stolz darauf, (noch) das größte Wasserkraftwerk der Welt zu sein (Three Gorges in China wird ihnen bald den Rang ablaufen, die maximal mögliche Kapazität dort ist fast doppelt so groß) und ein Viertel des brasilianischen Strombedarfs (plus fast des ganzen paraguayanischen Strombedarfs) abdecken zu können, die Dimensionen sind daher auch nicht grad winzig, aber wie ich so vor dem Damm gestanden bin, habe ich mir gedacht: im Gegensatz zu den Fällen rührt sich beim Betrachten des Dammes bei mir gar nix. Quasi Erfahrungszwutschgerl, könnte man sagen.
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| Itaipu Dam |
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| So ein Haarnetz macht was her! |
P.S.: hier gibts noch ein kurzes Video mit einem Blick auf Iguacu (->
Youtube).
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