Brasilien würde mir ja noch besser gefallen, wenn es nicht diese idiotischen Beschränkungen bei den Reisebuchungen gäbe. Man kann nicht einmal eine Busfahrt, geschweige denn einen Inlandsflug im Internet buchen, wenn man keine brasilianische Kreditkarte und / oder eine CPF-Nummer hat (das ist so eine Art Sozialversicherungsnummer, wird hier von der Steuerbehörde vergeben). Sogar wie ich meinen Ärger der Fluggesellschaft gegenüber kundtun wollte, dass ich nämlich mehrere Stunden verschissen habe, im Versuch einen günstigen Flug nach Brasilia zu buchen, musste man am Kontaktformular einen CPF angeben, und ohne diesen konnte man das Kontaktformular nicht absenden (dafür hat eine falsche CPF gereicht, bei Buchungen geht das leider nicht mehr).
Aber vielleicht bin ich ja Teil eines größeren Plans, der mir nur noch nicht bekannt ist? Vielleicht soll ich nicht nach Brasilia, damit ich nicht enttäuscht werde, nachdem es mir vor 15 Jahren dort ja ausgezeichnet gefallen hat? Oder, vielleicht noch wahrscheinlicher, steckt ein göttlicher Wille dahinter, denn schließlich war der große Oscar Niemeyer ja zeitlebens ein übler Kommunist, und meine Schritte werde anstatt in die Metropole des Teufels in den Bundesstaat Espiritu Santo geleitet, wo ich dann (endlich!) auf Erleuchtung hoffen kann?
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| Das hochrangige Verkehrsnetz in Curitiba |
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| Wer sich als Tupperware-Agentin bewerben möchte |
Wir werden sehen. Curitiba war einerseits ein bissl enttäuschend und dann doch wieder eine positive Überraschung. Enttäuschend, weil Curitiba als Musterbeispiel für Städteplanung und Lebensqualität gilt, und das hätte ich nicht so mitbekommen. Klar gibt es die großen Achsen durch die Stadt, wo in der Mitte auf speziellen Fahrbahnen die Mega-Busse durch die Gegend rauschen und der individuelle Autoverkehr an den Rand gedrängt wird. Aber dafür staut es sich in den anderen Straßen um so mehr und der Großteil der Stadt wirkt nicht unfreundlich, aber auch nicht super toll.
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| Universidade do Paraná, frisch geraus geputzt |
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| Curitibas Bushaltestellen |
Dann kam ich auf meinem ausgedehnten Spaziergang aber auf einmal in ein älteres Stadtviertel, und das war dann überraschend nett. Aber ein Tag reicht hier jedenfalls, gut, dass ich eh keine Zeit mehr für einen Sprachkurs habe, denn dafür hatte ich eine zeitlang ein Auge auf Curitiba geworfen.
Morgen fahre ich nach Sao Paulo, aber ich hab momentan keinen Block auf 20 Millionenmoloch und werde mich daher am nächsten Morgen gleich wieder verabschieden in Richtung Minas Gerais (und vielleicht meiner lange überfälligen Erleuchtung?).
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| Edificio da Gloria. Im Ernst? |
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| Die Pizzeria "Zum Magier". Mhm. |
Ach ja, und heute in einem Monat lande ich in Schwechat. Nicht daß mich das Heimweh schon übermannen täte ...
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