Donnerstag, 16. Januar 2014

Kurzurlaub in Punta del Este

Die letzten beiden Tage hat es sich fast angefühlt wie Urlaub. Fast nur deswegen, weil ich gestern nach der Ankunft hier in Punta del Este vor allem mit der Suche nach einem Zahnarzt beschäftigt war und fast, weil ich heute locker fünf bis sechs Stunden gebraucht habe, einen Weg für mich nach Brasilien zu finden. Aber ansonsten war es sehr angenehm hier!

Los Dedos. Ein Wahrzeichen von Punta del Este.
Gleich hinter dem Casino war meine Zahnärztin. Ein Glückstreffer.



Aber dazwischen war sehr stark das Gefühl von Urlaub: eine Stadt, die fast nur aus Hotels, Condos, Restaurants und Geschäften besteht, wo alle herrlich entspannt ihrem Nichtstun nachgehen. Angenehm warm, aber nicht zu heiß, und wenn ich sie kennen würde, theoretisch auch voller Seitenblicke-Stars aus Brasilien und Argentinien. Dennoch würde mir nach mehr als zwei Tagen hier vermutlich langweilig werden, weil die Zeiten, in den ich gerne am Strand gebraten habe, sind vorbei. Heutzutage spaziere ich lieber und schau mir die Gegend an und wenn, dann sitze ich im Schatten und schau in die Sonne. Fast schon ein bissl rentnerhaft, ich gebs zu, aber wie mir auch die Zahnärztin hier wieder bestätigt hat: wir werden alle miteinander nicht jünger ...









Punta del Este ist der teuerste Fleck in ganz Uruguay und ich bin in der Hauptsaison hier, wo Scharen argentinischer, brasilianischer und ein paar uruguayanische Urlauber ihren Sommerurlaub verbringen. Entsprechend ausgebucht sind leider auch die Busse, mit denen ich mich meinem ursprünglichen Plan zufolge von hier nach Norden hätte hanteln wollen, nach Porto Alegre, Florianopolis und Curitiba. Ich habe einige Zeit gebraucht, um heraus zu finden, dass wirklich alle Busse ausgebucht sind (bis auf die, wo man 16 Stunden normal sitzend verbringen würde) und daher habe ich dann nach einigem Hin und Her beschlossen, morgen doch nach Montevideo zurück zu fahren und von dort nach Puerto Iguazú zu fliegen.





Die weltweit zweitgrößte Seehund-Kolonie (geschätzt 200.000 Einwohner/innen).
Wo die größte ist, habe ich nicht erfahren.





Und falls an dieser Stelle jemand einwenden möge, dass ich doch eh die ganze Zeit nur Urlaub mache, dem möchte ich hiermit deutlich widersprechen: Urlaub heißt, vorwiegend nichts tun, ich hingegen habe manchmal das Gefühl, richtig gehend hackeln zu müssen! Wie gesagt, heute habe ich einige Stunden mit Planung verbracht und jetzt würde ich als Urlauber eigentlich nur gern mein Steak verdauen, und was mache ich stattdessen? Fotos durchgehen, Blog schreiben, Koffer packen ...


Für die Segel-Freunde unter meinen LeserInnen. Mehr als 100 Fuß, schätze ich? 








Den Ausflug zu den Los Lobos heute mittag habe ich gemacht, obwohl ich zu Recht vermutet hatte, dass ich den Seehunden damit nicht so intim nahe kommen würde, wie das in Neuseeland der Fall war. Aber der Ausflug war nett und die Seehunde (und ein paar Seelöwen) waren ja durchaus knuddelig anzuschauen!



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