Mein Bild von Japan war ja geprägt von Stereotypen: Grundsätzlich sehr höflich, trotz Godzilla und Kamikaze. Lächelnde Elektronik-Freaks, die sich bei jeder Gelegenheit verbeugen und ihre Schulmädchenphantasien über Mangas ausleben; wenn sie in Salzburg sind, in Gruppen die Getreidegasse blockierend; in China beliebte Reisekumpane, weil sie zwar nicht chinesisch reden, es aber zumindest lesen können; weiße Handschuhe, die Dich in die U-Bahn stopfen. Sony und Suzuki, Yamaha und Kawasaki, Hiroshima und Fukushima und natürlich kalter, roher Fisch.
Stimmt alles und auch wieder nicht.
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| Akihabara |
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| Akihabara |
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| Akihabara |
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| Akihabara |
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| Zahl draußen, iss drinnen |
Erstens ist es kalt, zweitens sinds bürokratisch, drittens sehr, sehr leise, viertens im Schnitt hübscher als die Chinesen (und vor allem -innen) und auf jeden Fall rücksichtsvoller, Tokyo ist mehr Berlin als Wien, das Essen gut, aber nicht aufregend, und generell ein bissl spinnen tuns schon.
Ich bin gerade einmal 30 Stunden hier und es kommt mir vor wie schon viel länger, ich weiß aber immer noch nicht, obs mir hier gefällt oder nicht.
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| Oi, oi, frisch isses |
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| An der Kreuzung in Ginza (1) |
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| An der Kreuzung in Ginza (2) |
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| An der Kreuzung in Ginza (3) |
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| An der Kreuzung in Ginza (4) |
Der erste Eindruck war erstaunlich mühsam: kaum ein gscheites Hotel zu kriegen, SIM-Karte kann man nicht einfach kaufen, sondern muß sie online bestellen und bekommt sie dann ins Hotel geliefert und den Japan Rail Pass hätte ich schon im Ausland kaufen müssen. Hier? I am so sorry … Das Hotel ist an sich OK, das Zimmer aber gerade einmal 50 cm größer als das Bett, das drin steht und wenn ich wegen des Lärms der Aufzugmotoren ein anderes Zimmer haben möchte, geht das nicht, weil sie zwar noch nicht belegt, aber schon anderen Gästen zugewiesen sind. Das Internet im Zimmer geht nur über Kabel, dafür ist der Toilettensitz geheizt und kaum sitzt man drauf, fängts an zu plätschern.
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| Plastik oder echt? |
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| Tea Time |
Auf den Straßen ist es fast schon gespenstisch leise und für einen Großraum mit 35 Millionen Menschen unpackbar wenig Verkehr. Im Fernsehen gibt es jeden Moment etwa 20 Shows, in denen sich Japaner zum Trottel machen, aber alles ist schön bunt und sauber. Als Ausländer kann man sich einen Spass draus machen, eine Frage zu stellen, die erwartbar mit nein zu beantworten ist (zB „Gibt’s das auch auf Englisch?“), um dann zu sehen, wie drei Menschen gleichzeitig zu zittern und sich zu verbeugen beginnen, weil sie die Frage nicht mit „ja“ beantworten können.
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| Anflug auf Haneda |
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| Restaurant |
Schulmädchen, die als Schulmädchen aufgemascherlt tatsächlich auf der Straße stehen, und Flyer verteilen. Erwachsene Männer, die auf den Knien neben vierjährigen Mädchen dieselben Videospiele spielen. Ganze U-Bahn-Waggons zu 90% mit Männern in schwarzen oder dunkelgrauen Anzügen besetzt. Yodobashi-Mega-Malls für jede erdenkliche Elektronik, dasselbe für Sega und noch einmal dasselbe, nur ein bissl kleiner für XXX-Mangas.
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| Die sind nicht aus Böhler-Edelstahl, andere schon |
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| Von allem ein bissl mehr |
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| Von allem ein bissl mehr (2) |
Ich seh das alles, und es ist nicht so schwer, sich zurecht zu finden, aber sich auskennen? Not yet. Und sich wohlfühlen? Bin ich mir auch noch nicht sicher. Bangkok ist warm, Hong Kong ist härter und feuchter, Tokyo ist steril und noch irgendwie fremd. Sumimasen!
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| Wer ists? |
Hast dir die Haare machen lassen? Die Schleifen sind todschick!
AntwortenLöschenLG, Manfred E.
Arigatou gozaimasu!
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