Freitag, 21. Februar 2014

Copacabana und Ipanema

Irgendwie konnte ich mich heute nur mehr sehr begrenzt motivieren. Einerseits ist die Reise gleich zu Ende, andererseits habe ich seit zwei Tagen immer wieder ziemlich unklare Bauchbeschwerden und Kopfschmerzen. Vielleicht will mein Körper einfach noch nicht wieder nach Hause?

Nach der Ankunft im Hotel bin ich jedenfalls die Copacabana hinunter spaziert und dann hinüber nach Ipanema. Rio ist einfach eine Stadt am Strand, das definiert sie und so scheinen sich auch ihre Bewohner zu definieren (zumindest jene, die sich am Strand zeigen).

Copacabana mit dem historisch geschützten Wellenmuster
Noch 111 Tage bis zur WM
Avenida Atlantico
Copacabana Palace. Wollt ich mir dann doch nicht leisten.



Neben den vielen schönen, braungebrannten und gestählten Körpern sieht man ab und zu aber auch andere. Leider habe ich sie nicht kommen sehen und die Kamera gerade wieder weg gepackt, aber das Gegenprogramm war mehr als sehenswert: drei junge Burschen (also ungefähr in meinem Alter) kamen nebeneinander die Strandpromenade entlang stolziert. Alle drei braungebrannt und jeder eine Mörderwampe vor sich her tragend. Und auch wenn ich ein Zniachterl dagegen war, denen hätte ich mich gerne angeschlossen!

Die Fußballjugend. Sport am Strand.

Dusche duscht.

Gleich hinter dem Strand, genauer gesagt zwei bis drei Blocks vom Strandboulevard weg, ist der Stadtteil Copacabana aber ziemlich herunter gekommen. Nicht einmal mehr Touristenläden, sondern versiffte kleine Supermärkte, abgefuckte Eckkneipen und eine Klientel, die sehr danach aussieht, als würde sie ihr eigentliches Gewerbe erst nach Einbruch der Dunkelheit aufnehmen. Die Ladyboys, die mir hier begegnet sind, würde man, im Gegensatz zu Thailand, aber nur schwerlich mit schönen Frauen verwechseln.

Schnee! Endlich!!

Ipanema. Ohne Girl.
Ipanema

Ein paar Mal hab ich mir heute gedacht, wie es wohl in den früher 60er Jahren hier gewesen wäre, in der Zeit, als das Girl from Ipanema hier zum Strand gegangen ist. Heutzutage ist mir fast ein bissl zu viel Verkehr, aber wenn ich mir die Musik anhöre, sehe ich sie wieder vorbei gehen:

Olha, que coisa mais linda,
Mais cheia de graça,
É ela, menina, que vem e que passa,
Num doce balanço, a caminho do mar.
Moça do corpo dourado,
Do sol de Ipanema,
O seu balançado
É mais que um poema
É a coisa mais linda
Que eu já vi passar



Idyllisch, doch dann ...
Wonderwoman ..!!?
Waaahhh!! Ich brauch Astrud Gilberto, und zwar sofort!!!

Morgen werde ich mich auf die Suche nach den „blocos“ machen, die jetzt in der Schlussphase ihres Trainings für den Carneval sind. Ich muss ja kurz vor Beginn des Carnevals zurück fliegen, jetzt verstehe ich auch, warum alle späteren Flüge im Februar schon ausgebucht waren.



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