Den heiligen Luis haben hier erstmals die Franzosen angesiedelt, sie habens aber nicht lange ausgehalten und die Portugiesen haben sich den Ort einverleibt. Der alte Stadtkern ist noch ziemlich groß und als Ensemble recht eindrucksvoll. Man sieht an allen Ecken und Enden die Spuren der tropischen Feuchtigkeit, aber, ich wiederhole mich, ich finde es nicht so feucht wie ich erwartet hätte (aber vielleicht hat mich auch die Regenzeit in Südostasien abgehärtet).
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| Etwas Regen bei der Ankunft |
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| Wenig los am Strand |
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| Lets walk |
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| A Mattn, würd man vermutlich sagen |
Auch wenn es nicht im eigentlichen Sinn idyllisch ist, ist es jedenfalls ein sehr entspanntes Spazieren hier, es ist lebendig, es gibt immer etwas zu sehen und wenn dann ein Geschäft oder ein Restaurant lautere Musik spielt, bekommt die Szenerie schon einen leicht afrikanischen Touch. Ich bin hier jedenfalls viel entspannter unterwegs als in manchen Teilen Belems. Ich glaube, es hat einfach auch damit zu tun, dass ich hier kaum allein auf der Straße unterwegs bin und dann auf einmal Schritte hinter mir höre, die sich nicht schneller bewegen als meine, aber auch nicht langsamer ...




Was mich hier im Norden und Nordosten Brasiliens ein bissl quält, sind die Distanzen. Ich habe die letzten Tage recht intensiv versucht, einen passablen Weg Richtung Fortaleza und darüber hinaus zu finden, aber außer einer Aneinanderreihung von Tagen mit jeweils 10 bis 12 Stunden nur im Bus habe ich wenig gefunden. Das hat mir dann ein bissl das Gefühl vermittelt, hier trotz der Weite ein wenig eingesperrt zu sein. Zum Glück habe ich dann einen Flug gefunden (und heute vormittag sogar übers Internet buchen können!!!), der mich hier raus, nach Recife, bringt, wo die Entfernungen dann wieder ein wenig handhabbarer sein sollten.
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| Honda muss hier einen guten Verkäufer haben |
So sehe ich zwar einiges nicht, was sich auf diesen 1700 Kilometern noch abspielen mag, aber ich kann noch einen Tag in São Luís bleiben und versuchen, morgen doch noch über die Bucht nach Alcantará zu kommen und sehe in der Folge auch noch die heißeste Stadt Brasiliens, Teresina. Von dort geht am Samstag nämlich mein Flug.
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Wenn nicht vor jeder Plane ein Lautsprecher brüllen würde,
hätte ich hier gern ein Nachmittagsbier getrunken |
P.S.: am Abend war ich einer Churrascaria hier in der Gegend. Im Internet recht hochgelobt, aber im Kern gehts hier auch mehr um Quantität als um Qualität: in den ersten 20 Minuten kommt alle 2 Minuten ein Kellner mit einem Spieß gebratenen Fleisches zu Dir an den Tisch und Du kannst "Sim", "Nao" oder "um poco" sagen. Nach kurzer Zeit ist man jedenfalls so abgefüllt, dass kein Salat- (oder Minz-) blättchen mehr Platz hat. Jetzt sitze ich leicht übersättigt im Hotel und denke mir "wenigstens war es nicht allzu teuer".
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| Das sprichwörtliche Minzblättchen, hier in Rind |
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