Dienstag, 3. Dezember 2013

Kaua´i, die zweite

Kaua´i ist ja nicht sehr groß und wenn man wie ich nicht jeden Wasserfall, jeden Beach und jeden Hügel sehen muss, kommt man in drei Tagen gut mit dem Besichtigungsprogramm durch.
Gestern hat es zwar nicht mehr geregnet, die Sicht auf den Waimea Canyon (den man hier liebevoll „Grand Canyon des Pazifik“ nennt) war aber durch Wolken etwas eingeschränkt. Dafür habe ich einen durchschlagenden Nachweis für das Recht jedes freien Amerikaners gefunden, gefälligst eine Waffe mit sich herum tragen zu dürfen.


Ohne Wolken sicher noch eindrucksvoller
Ihnen scheints nichts auszumachen
"The United States Constitution protects the right of individual Americans to keep and bear arms ..."



Vielleicht wird der Pazifik deshalb auch "Stiller Ozean" genannt?

Nachdem es heute in der Früh so ausgesehen hat, als würden sich die Wolken eher am südlichen Teil der Insel sammeln, bin ich noch einmal nach Hanalei gefahren, denn am ersten Tag hat sich wetter- und zeitmäßig keine Wanderung zu den Klippen angeboten. Heute allerdings auch nicht, denn ich hätte gerade einmal auf einem Parkplatz mehr als zwei Kilometer vom Beginn des Trails entfernt noch eine Lücke gefunden, und erst zwei km einer recht engen Straße entlang wandern war dann doch nicht so meins.

Höhle, eher groß, aber sonst unspektakulär
Inside out
Beach
Wave, nur was für Jung-SurferInnen


Imposant, wo die so wachsen



Also bin ich wieder nach Süden gefahren und habe dort ein paar wirklich schöne Strände gesehen. Um Poipo ist Ressort-Land und alles versammelt, was Rang und Namen hat (Hyatt, Sheraton etc.), und sie wissen auch, warum. Die Sonne ist auch noch einmal heraus gekommen und das war ein schöner Abschluss von Hawaii.

Ein beach in Poipo 



Blowhole



Die Funktionskleidung verrät die Koreanerin, sonst könnten sie auch Japanerinnen sein

Jetzt liegt ein buchstäblich „braader Weg“ vor mir: erst nach Honolulu, das ist eh nur ein Hupfer, dann über Nacht nach Los Angeles, dort sieben Stunden Aufenthalt und am frühen Nachmittag weiter mit einer Zwischenlandung in Lima nach Santiago de Chile. 18 Stunden und zwei „Nächte“ in der Luft, sieben Stunden Zeitunterschied, Ankunft um 7.00 Uhr früh Ortszeit in Santiago. Und das Einchecken in Santiago wird vermutlich doch erst um 14.00 Uhr möglich sein, nachdem mir das Hotel erst noch ein gutes Angebot gemacht hatte, um ein kleines Aufgeld schon früher ins Zimmer zu können.



Aber schauen wir einmal, vielleicht wird das ganze eh recht entspannt. Wenn ich dazu komme und Lust habe, stelle ich vielleicht dazwischen einmal etwas in den Blog, ansonsten kann es auch bis zum 4. oder 5.12. dauern, bis ihr wieder etwas von mir zu lesen bekommt.

Ich wünsche mir jetzt einfach einmal selber eine gute Reise, Aloha!


P.S.: Ach ja, ein (kurzes) Wort noch zum Essen, nachdem eifrige Leser schon darauf hingewiesen haben, dass das Thema in der letzten Zeit recht wenig Platz bekommt. Der Grund ist einfach: es gibt wenig Gutes darüber zu berichten. Ich bin nach einigen enttäuschenden Erfahrungen dazu übergegangen, mich vorwiegend aus dem Supermarkt zu verpflegen, was zwar gar nicht so viel billiger ist, aber dafür ist es nicht so lieblos zubereitet wie sonst oft hier.

Negativpunkt war ein im Internet hoch gelobter Grill-Takeaway gleich in der Nähe meiner Unterkunft. Es war leider gruselig. Die einzig uneingeschränkt positive Überraschung, war das Thunfisch („Ahi“) - „Poke“, das ist würfelig geschnittener Thunfisch mit diversen Beilagen (Kräuter, Mango, Zwiebel, etc). Wirklich gut und gschmackig! Der gegrillte Thunfisch heute war auch nicht schlecht, aber auch nur knapp daran vorbei, zum Trockentod geröstet worden zu sein. 

"Blacked Ahi". Nicht schlecht, aber nur knapp an der Vertrockung vorbei gegrillt
Uneingeschränkt positiv: roher Thunfisch
Ahi Poke!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Stürmisches, friedliches Kaua´i

Gleich nachdem ich gestern in Kaua´i angekommen bin, hat mich ein ordentlicher Platzregen begrüßt und seitdem war es immer recht bewölkt mit mehr oder minder kräftigen Regenschauern dazwischen. Daher habe ich es heute vormittag erst einmal sehr genossen, dass sich mein Hotelzimmer als One-Bedroom-Apartment in einem Timeshare Komplex heraus gestellt hat. Ich hab jetzt ein Wohnzimmer, das annähernd so groß ist wie meine ganze Wohnung in Bangkok, voll ausgestattet (incl. 2 Fernsehern, Geschirrspüler, Ofen, Mikrowelle, Mixer, Kaffeemaschine, Toaster etc.) und vom Balkon einen Blick auf Garten und das aufgewühlte Meer. (Und es ist billiger als so manche andere Unterkunft hierorts).

Living room
Wohnküche
(Fast ein) Himmelbett
Doppelbad
Und was man sonst noch brauchen könnte
Blick vom Balkon

Ich bin daher erst am frühen Nachmittag aus dem Haus und Richtung Hanalei gefahren. Und schon beim ersten Stopp kurz nach Kapa´a war ich schwer begeistert. Weniger das tote Hendl am Parkplatz (auf Kaua´i gibt es eine nicht gerade kleine Zahl an wildlebenden Hühnern) als die Stimmung am Meer: windig, wellig und trotzdem sehr friedlich und warm. I like it!

Fürs whale watching bin ich wenige Wochen zu früh dran

Das Opfer
Der Täter? Stolziert jedenfalls verdächtig gelassen durch die Gegend.
Das Auge des Gesetzes ist schon vor Ort. CSI Hawaii?

Ich bin gestern ja tatsächlich standhaft geblieben (die Verkäuferin beim car rental hatte allerdings auch nicht den Charme und das Verhandlungsgeschick ihrer vorangegangenen Kolleginnen) und fahre derzeit einen Dodge Avenger. Sehr nettes Auto, schon fast unamerikanisch handlich und sehr entspannt zu fahren (der Jeep und der Ford Mustang haben mich auf ihre jeweilige Art immer irgendwie heraus gefordert).

Kilauea Lighthouse
Nene goose, the official bird of the State of Hawaii. Hier ein bissl im Weg.
Mist, und ich bin nicht mehr da ....
"Scenic view" 


My Dodge. I like him.

Kaua´i gefällt mir bisher ausnehmend gut. Big Island war irgendwie roher, wilder und Maui sehr hawaiianisch, aber auch ein bissl (zu?) glatt poliert. Ich kanns noch nicht genau sagen, woran es liegt, aber irgendwie scheint spürbar, dass Kaua´i die älteste der hawaiianischen (Haupt)Inseln ist. Mit einem Alter von etwa 5 Millionen Jahren ist sie etwa fünf Mal so alt wie Big Island (der älteste Teil dort ist eine Million Jahre alt, der jüngste ein paar Minuten). In ein paar Millionen Jahren wird sie wieder verschwunden sein, wie die anderen Teile der hawaiianischen Inselkette, die sich mittlerweile nur mehr knapp über den Meeresspiegel erheben.

Life Guard House @ the end of the road
Berge und Taro 
Taro


Eat here. Grünes Schweindl? I woass ned.