Samstag, 2. März 2013

2.3.2013, 6.45 Uhr, Domestic Airport, Mumbai


Die ersten Eindrücke.

Wir landen pünktlich. „Welcome to Mumbai. Local time is 5.00 am, outside temperature is 28 degrees Celsius.“ Schön!

Vor der Immigration eine Unmenge an Leuten, aber es geht flott voran. Transfer zum Domestic Terminal ist indisch, aber gut organisiert. Man fährt eine halbe Stunde gefühlterweise in Schlangenlinien quer übers Flughafengelände, zwischen parkenden Jets, schlafenden Arbeitern und seltsam düster beleuchteten Gebäuden ohne erkennbare Funktion durch. 

Der Rand des Flughafengeländes ist durch eine Mauer und meterhohen Stacheldrahtzaun gesichert. Unmittelbar dahinter beginnt ein Slum. Ich sehe in die schwach erleuchteten Innenräume und mir fallen Szenen aus dem „König von Bombay“ oder „Das Gleichgewicht der Welt“ ein. Eine Hütte in einem der Slums von Bombay zu bekommen ist dort ein Schritt in die Normalität.

Dank Irene bin ich im Besitz einiger Rupien. So kann ich mir wenigstens einen Chai und eine Flasche Wasser leisten, denn der ATM ist erst hinter dem Security Check. Danke, Irene! 

Gut, dass ich den Weiterflug nicht zu knapp gebucht habe. So habe ich jetzt zwar noch zweieinhalb Stunden Aufenthalt, aber dafür bin ich entspannt.

Die Ankunftshalle war voll von indischen Arbeitsmigranten, offenbar auf der Heimreise aus den Golfstaaten. Hier in der Abflughalle ist eine ganz andere Mischung, meist gut situierte, westlich gekleidete InderInnen, dazwischen ein paar Exoten im weißen Shalwar Kamiz und langen, grauen Bärten. Beim Eintreffen war die Halle noch ganz leer, jetzt ist sie gut gefüllt und der Lärmpegel steigt. Was eine angenehme Seite hat: damit wird das permanente, penetrante Warnpfeifen übertönt, das vorher noch alles beherrscht hat.   

Mein Magen knurrt, ich glaub ich hole mir ein Samosa :-)

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