Auf dem Weg nach Mysore gleite ich gerade aus Calicut (neuindisch: Kozhikode) hinaus. Eigentlich wollte ich in Wayanad einen Tag Station machen, habe aber dann im Internet gerade noch gelesen, dass der Nationalpark offenbar im März wegen fire hazards geschlossen ist und generell die Feedbacks zu den angebotenen Touren dort eher mau waren. Also habe ich mir wieder ein Auto mit Chauffeur genommen, weil ich so den Park quasi im Vorbeifahren mitnehmen kann.
Calicut war nicht unbedingt kühler, aber weniger feucht als Kochi, daher besser auch zu Fuß zu erkunden. Calicut ist eine jener Städte, die touristisch wenig zu bieten haben, aber als wichtiger Handelsplatz vibrieren. Und so bin ich auf meinem Spaziergang auf ganz vorzügliche Snacks gestoßen und war auf meinem Weg zum Beach auf einmal mitten im trade district. Kann man sich vorstellen wie den Großgrünmarkt Inzersdorf, nur auf der Straße mitten in der Stadt und mit mehr Reis, Linsen und Chill statt Sauerkraut und Häuptlsalat.
 |
| Das wichtigste Gewürz überhaupt |
Was ich immer wieder faszinierend finde, ist die räumliche Konzentration derselben Angebote nebeneinander. Das war ja bei uns in alten Zeiten auch nicht anders (Kohlmarkt, Fleischmarkt, …), aber für unser neuzeitliches, an möglichst hohe Differenzierung gewöhntes Auge ist es doch ungewöhnlich zu sehen, dass zehn oder mehr Händler nebeneinander praktisch dasselbe Angebot haben und - zumindest für den westlichen Betrachter - auch gar nicht versuchen, sich voneinander abzuheben, jeder präsentiert seine Samples in derselben Weise.
 |
| Samples |
Außergewöhnlich in Calicut sind auch die Auto-Rikschas. Nicht nur schalten sie den Meter ein, nein, man bezahlt auch noch *genau* das, was am Ende der Fahrt am Display steht. Ohne Diskussionen, ohne surcharge, und das auch noch mit einem Lächeln.
 |
| Meter |
Dann gibt’s in Calicut noch das Restaurant Paragon, das nicht nur im Lonely Planet, sondern viel wichtiger, auch im Internet konstant hoch bewertet und empfohlen wird. Und, was soll ich sagen, das Fish Masala mit grünen Mangos war wunderbar, und die Fried Calamari, die anderswo schon oft einmal auch ein bissl gummig waren, waren hier von einer herzerfrischenden Frische und Weichheit, komplettiert durch eine Panier, die fast schon bröselig war, sensationell!
 |
| Restaurant Paragon |
Und ob es die relative Kühle, das gute Essen oder Tatsache ist: hier in Calicut hab ich auch die attraktivsten Frauen bisher gesehen :-)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen