Mittwoch, 6. März 2013
Tamil Nadu im Regen
Seit gestern habe ich das Gefühl, dass ich angekommen bin. Bei mir gibt´s am Anfang jeder Reise ein paar Tage, in denen ich mich noch unrund fühle und recht fremd.
So auch bis gestern Mittag. Da bin ich vom „besseren“ Hotel im ehemaligen French Quarter von Puducherry in ein günstigeres im „indischen“ Teil umgezogen. Weil das erste Hotel war zwar von außen schön und „Heritage“, drinnen haben´s aber die ganze Zeit Techno gespielt und ich hab bis 23.30 Uhr das Röhren der Küchenventilation in meinem Zimmer gespürt. Das indische Hotel kostete die Hälfte, das Zimmer war karg und hatte keine Fenster, aber irgendwie war es echt und fast schon wieder gemütlich. Ich weiß nicht, ob Mönchszellen auch diesen Charme haben, aber mir gefällt´s.
Und als ich dann am Nachmittag aus dem Hotel gegangen bin, ist es mir aufgefallen: jetzt bin ich da!
Jetzt fahre ich im Auto nach Chidambaram und es regnet. Ich sitze auf der Rückbank, vorne der Fahrer, stoisch hupend, draußen ziehen die Outskirts von Puducherry vorbei, die Gegend wird immer ländlicher. Ein bissl eigenartig komme ich mir ja vor, wie ich so in mein MacBook tippe, aber andererseits: hey, wir leben im 21. Jahrhundert! Das Indien, durch das ich fahre, ist auch nicht mehr das Indien, in dem ich im Februar 1990 zum ersten Mal war. Cool war´s schon damals, aber auch härter und anstrengender.
Ich finde das Jetzt schon sehr leiwand :-)
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na dann: willkommen daheim! ;-) lg Jürgen M.
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