Mittwoch, 10. April 2013

Nix da, Scaramanga!

Finally! Ich sitze auf meinem Terrässchen vor meinem Zimmer im Doubletree Hilton, Surin Beach, Phuket, es regnet und endlich bin ich wieder ganz entspannt :-)


Aber von vorne.

Servus Wien in Bangkok
The essentials
One night ...
... in Bangkok


12 Tage Bangkok hatten es in sich: supergutes Essen (wie halt immer in BKK), dazu unter Rainers ortskundiger Anleitung viel Party, Mädels und Alkohol. War ja super, aber zuhause wache ich um 5.00 Uhr früh tendenziell eher auf, und hier gehe ich erst ins Bett. In den Pausen zwischen den Feiern schaue ich mir mit Rainer die Bilanzen seiner Firmen hier und in Hong Kong an und wir machen ein Konzept, das dann tatsächlich gut durchs Tax Audit kommt. Hat Spaß gemacht!

Nach 12 Tagen bin ich aber erschöpft und fliege nach Krabi. Im Kopf habe ich ein Bild: Ich sitze vor auf der Terrasse vor einem kleinen Bungalow, vor mir der Strand, über mir der Himmel, neben mir die Palmen und man hört nichts als die Vögel, die Wellen und den Wind.

Welcome in Paradise?
Als ich in Ao Nang ankomme, ist das Hotel zwar ganz nett, aber weit von dem Bild in meinem Kopf entfernt. Im Hintergrund wummern die Bässe, darüber röhren im Minutentakt die Motoren der Longtail-Boote, mein Internetzugang funktioniert nicht und am Pool beißen mich die Ameisen.

Railay Beach


Railay Beach ist ja wirklich sehr pittoresk, auf der anderen Seite der Landzunge lauert aber ein typisches Traveller-Ghetto mit Banana-Pancakes und Chang (large) um 90 Baht. Als ich um 11.00 Uhr am Vormittag dort herumspaziere, sitzen erst ein paar missmutig drein schauende, vom Vorabend gezeichnete Gestalten beim Frühstück. Wer macht denn bitte sowas?!






Wohin also? Ko Phi Phi wird ja sogar im Lonely Planet schon als zu laut und zu verdreckt beschrieben, da hätte ich wohl damals vor 17 Jahren hinfahren sollen. Also beschließe ich, nach Phuket zu fahren und finde mir dann auch einen Beach, der etwas ruhiger klingt als die Touri-Meile in Patong und mit dem Schnellboot ist man auch in einer Stunde hier und es gibt gute Flugverbindungen zurück nach Bangkok.

Haube bei 40 Grad im Schatten - so cool werd ich nimmer
Und der Zug ist auch abgefahren

Etwas traditionellere Passagiere

Am Boot fasziniert mich eine Araberin, jung, (ge)blond(et), bekleidet mit einem Hauch von nichts, aber natürlich in Begleitung ihres Mannes/Bruders. Sie sieht verdammt gut aus, raucht und trägt am Ringfinger etwas, das aussieht wie ein Platte puren Goldes in der Größe eines BIC-Feuerzeugs. Und dann köpft sie zu Mittag eine große Flasche Chang, während ihr Begleiter bei Wasser und Cola bleibt. Respekt!

Vor dem Frühstücksbier

Im Lonely Planet wird Phuket als der „reigning grandaddy of thai beach vacations“ beschrieben, und von dem, was ich bisher gesehen habe, mag das stimmen. Aber mir ist mittlerweile eine gute Infrastruktur am Strand lieber als dieses pseudo-hippe „wir sind anders“ Getue, das im Endeffekt ja auch nur Pose ist, halt eine billigere. Und so habe ich heute schon um den etwa 10fachen Preis zu Mittag gegessen, was es auf der Straße kostet, dafür mit erstklassigem Service und Blick auf das türkisgrüne Meer. Viel Reiches und Schönes rundherum.


Jetzt trinke ich grad einen Surin Sunset und es kommt Bond-Feeling auf. Gestern ist mir ja immer eher Scaramanga in den Sinn gekommen, der sich auf einer der Inseln hier sein böses Geheimversteck gebaut hatte (http://en.wikipedia.org/wiki/Ko_Tapu#Ko_Tapu). Aber so wirds nix, da hilft Dir auch die Golden Gun nix mehr, Scaramanga!

Dienstag, 9. April 2013

Ein Abend am Beach

Ich habe heute einen ausgezeichneten Salat gegessen: dried shrimps and green mango auf dem üblichen Bett aus grünem Salat, Tomate, Gurke, Zwiebel, Chilli und Koriander. So scharf, dass mir kurz der Atem gestockt ist und einfach wunderbar! Und das nicht nur, weil ich offenbar meine Schalentier-Allergie wieder los bin!

Dried Shrimp Salad, spicy!

Eines hat ob der Schärfe nicht gereicht
Spicy Chicken, auch gut, aber Dried Shrimp Salad wins!

Am Weg ins Hotel ist dann eine Gruppe Engländer/Australier auf einmal am Strand mit Lampions aufgetaucht, die man unten anzünden konnte und dann sind sie aufgestiegen. Ich hab mir gleich auch einen besorgt und habe mitgemacht. Sehr nett :-))








Donnerstag, 4. April 2013

Oh boy, oh boy

Gestern waren wir hier im Asia Hotel in einer Ladyboy Show. Und um es gleich zu sagen: meine Fantasien waren viel unanständiger als das was uns dann gezeigt wurde!




















Was wir gesehen haben war eine Menge guter, und eine Reihe weniger guter Performer, von denen man bei einigen klar sagen konnte, dass es sich um verkleidete Männer handelt. Andere dagegen haben so weiblich und so gut ausgesehen, dass man hätte schwach werden können …!

Leider war das Ambiente der Show ein wenig konfus: einerseits klar auf Touristen ausgerichtet, dünn besucht, sauber und technisch; andererseits wollten sie schon so tun, als wäre das ganze eine sehr verruchte Veranstaltung. Die Musik kam größtenteils vom Band, einige Tänzer hatten offenbar eine klassische Ballettausbildung, andere glaubten, mit Enthusiasmus über ihre darstellerischen Defizite hinwegtänzeln zu können. Gerade das war aber wieder irgendwie süß und sympathisch.

Nach der Show hätte man sich noch mit ausgewählten, spärlich bekleideten Darstellerinnen fotografieren lassen können, darauf haben wir dann aber lächelnd verzichtet. So oder so ein farbenfroher Abend!

Montag, 1. April 2013

Steil bergauf

Mein Start in Bangkok war ja nicht so super: übernachtig und mit zwei Stunden Verspätung angekommen, bin ich dann gleich in die Dental Clinic gefahren, weil mir in Indien ein kleiner Teil eines Zahnes heraus gebrochen ist (dachte ich zumindest).

Dank Rainer hatte ich schon einen Termin in einem sehr guten Spital hier, die Zahnärztin schaut zwar Youtube-Videos während bei mir im Zahn irgendwas aushärtet, aber dafür ist der Rest der Behandlung sehr angenehm und professionell. Als sie mir einen Spiegel in die Hand drückt, damit ich selber sehen kann, wie es in meinem Mund aussieht, wird mir ganz anders: das, was sich wie ein kleines Loch angefühlt hatte, ist in Wahrheit ein riesiger Krater, und da holt sie dann gleich auch noch den Rest der Füllung heraus, weil sich zwischen Zahn und Füllung offenbar die Bakterien (oder was auch immer) schon recht wohl gefühlt hat. Als sie die Füllung heraussen hat, ist vom eigentlichen Zahn nicht mehr viel übrig. Da ich keine Lust auf eine zweiwöchige Wurzelbehandlung habe, auch wenn sie diese sicher gut machen würden, bekomme ich halt wieder eine Füllung und den Auftrag, das zuhause schnellstmöglich in Ordnung bringen zu lassen. Jedenfalls kann ich nach ein paar Stunden schon wieder beißen und und nach einem kurzen Abstecher in Rainers Firma essen wir ganz vorzüglich zu Abend.

Blick von der Terasse

Am nächsten Tag wollte ich ein paar Kleinigkeiten shoppen, da bemerke ich, dass eine meiner beiden Kreditkarten fehlt. Wann habe ich sie das letzte Mal benutzt? Das war gleich nach der Ankunft am Flughafen zum Geldabheben. Und offenbar war ich in meinem Schlafdefizit im Kopf schon ganz woanders und habe die Karte im ATM stecken lassen (es ist hier aber auch so, dass zuerst das Geld heraus kommt und dann erst die Karte). Ich bin am nachmittag gleich noch einmal zum Flughafen gefahren, die hatten zwar schon ein ganz erkleckliches Packer Kreditkarten, aber meine war nicht dabei. Mit Hilfe von Rainers thailändischen Kollegen haben wir versucht, heraus zu finden, ob die Karte einfach vom ATM geschluckt worden ist und ob ich sie wieder bekommen kann, schauma mal.


Aber seit diesen eher unerfreulichen Ereignissen geht’s steil bergauf. Am Freitag war Zahltag, daher war Samstag in der ganzen Stadt ordentlich Party und wir haben fleissig mitgefeiert. Gestern war dann eher Ruhe, Entspannung und eine Thai Massage angesagt und heute habe ich Rainer ein bissl mit seiner Bilanz geholfen. Er hat vor einem Jahr eine Firma hier gegründet und verkauft unter anderem mit wachsendem Erfolg Krapfen - „Servus Vienna“! Gekostet habe ich sie noch nicht, aber da ich eh noch ein paar Tage hier bleibe, um Rainer bei seinem Tax Audit behilflich zu sein, wird es sich wohl noch einrichten lassen. Ob sie auch eine Variante mit Chilli haben??

Vor der Arbeit, nach der Arbeit
Wenn man eine Wohnung in einem besseren, d.h. auch etwas ruhigerem Viertel hat und dann auch noch einen Pool auf der Terrasse mutet das Leben in Bangkok durchaus entspannt an :-)