Freitag, 6. September 2013

Yangoon

Ein verlängertes Wochenende in Yangoon - nach dem ersten Tag kann ich sagen: sehr nett. Vermutlich nicht mehr vergleichbar mit der Zeit, als während der Abschottung des Landes noch kaum Touristen ins Land durften, aber mir gefällts. Was auch daran liegt, dass uns Zin Zin und Aung, zwei burmesische Studienkolleg/innen aus Rainers Zeit an der Uni in Bangkok unter ihre Fittiche genommen haben und zB gleich um 8.30 mit uns in ein Lokal gefahren sind, wo es das beste traditionelle Frühstück von Yangoon geben soll. 

Pimmada und Zin Zin
Breakfast mit gschmackigen Suppen ...
... und frittiertem Gemüse
Rainer und ich haben Pimmada dazu eingeladen, die Krankenschwester, die uns bei unserem Projekt in Bangkok sehr behilflich ist.


Am Eingang zur Shwedagon Pagode die Warnung: don´t wear sexy clothes!

Danach gings zur Shwedagon-Pagode, der zentralen Attraktion Yangoons. Die Regenzeit ist hier deutlich spürbarer als in Bangkok und entsprechend waren wir nicht ganz trockenen Fußes unterwegs. Dennoch impressive! Und immer noch ein Grund, für mehr oder weniger freundliches Genecke zwischen Thai und Burmesen: das Gold für die Pagode haben sich die Burmesen vor hunderten von Jahren aus Ayutthaya geholt, der damaligen Hauptstadt von Siam. So etwas vergisst man nicht, auf keiner Seite!

Gold, Gold, Gold




Schirmherr



Tempelkatze. Noch entspannter als Katzen normalerweise eh schon sind. 


Speechless





Auch der Buddha will mal eine rauchen ... 

Etwas erschöpft sind wir dann noch zu einer zweiten Pagode, danach wollten wir nur eine Kleinigkeit (ähem) essen gehen. Zin Zins Neffe, den sie uns kurzerhand als Fahrer organisiert hat, als sie sich einer Prüfungsvorbereitung widmen musste, hat uns aber erst noch an einen der beiden Seen in Yangoon gefahren.  












Was ich bisher gegessen habe, passt zu meiner Vorstellung: so wie Myanmar geographisch zwischen Indien und Südostasien liegt, so ist auch „die Küche“ (also die etwa 15 Speisen, die ich bisher verkostet habe) eine Mischung aus beidem. Nicht so ölig wie die indische Küche, aber doch spürbar schwerer als die Thai Gerichte. Aber sehr gschmackig!



Jetzt haben wir uns gerade noch ausgeruht, leider aber auch von der Klimaanlage alle eine verstopfte Nase bekommen. Allergie auf gekühlte Luft? Ich hoffe, das geht wieder vorbei!



Zum Abschluss gibts noch einen kleinen Gong!



Dienstag, 3. September 2013

Thai wedding

Khun Rei, eine sehr nette Schulkollegin von mir, hat am Wochenende Hochzeit gefeiert. Als sie in der Schule davon erzählt hat, wie sie als Japanisch-Lehrerin hier in Bangkok von ihrem Schüler erst zum Essen und dann bald zu mehr eingeladen wurde, war die Romantik-Rührung unter den (weiblichen) Schülerinnen - und der Lehrerin! - in der Klasse mit Händen zu greifen ;-))

Die Hochzeitsfeier war westlich, nur vereinzelt waren japanische Familienangehörige im Kimono erschienen.
Wessen Hand oben liegt spielt in Asien offenbar keine Rolle
Hochzeitsvideo
Mit allen Gästen dasselbe Foto ...
Mjam!
Ich hätte doch das Zeug zum Bundeskanzler. Oder? 
Koji-san und Harry Potter-san

Koji-san, der Ehemann einer anderen japanischen Mitschülerin (der ich die Fotos hier verdanke!) und ich hatten viel Spass miteinander. Nachdem er (wie alle anderen auch) meinen Namen nicht wirklich aussprechen konnte, hab ich ihm gesagt, er könne ja auch Harry zu mir sagen, so wie in Harry Potter. Damit war ich dann den restlichen Abend über Harry Potter-san, hai! Und wir haben schon Pläne für unsere nächsten Treffen: 1) deutsches Bier trinken und Sauerkraut essen (das wollte er) 2) japanisch essen gehen und Sake trinken (das war mein Gegenangebot) und wenn wir dann noch können/wollen, nimmt er mich zum Golfspielen mit. Das tun sie auch gern, die Ehemänner meiner asiatischen Schulkolleginnen.

Ah ja, und weil ich schon gefragt wurde, woher ich denn den Anzug hatte. Maßgeschneidert natürlich, von den indischen Schneidern meines Vetrauens (Sonny und Mike). Ich hatte mir vorher schon eine dunkle Hose für offiziellere Anlässe machen lassen und nachdem die Einladung zur Hochzeit bekommen habe, ist halt noch ein Sakko dazugekommen. Die Kravatte war gratis, for special customers ... ;-).






Ein Wochenende im Isaan

Der Isaan ist jene Gegend Thailands, die im Nordosten an Laos und Kambodscha grenzt und die innerhalb Thailands die wenigsten Touristen sieht. Dafür kommt das beste Essen von dort und da habe ich beschlossen, einfach einmal übers Wochenende hinzufahren.

Ganesh 
Kokosnuss-Schaber
Der Prinz von Laos

Ubon Ratchathani ist als Stadt ziemlich unaufregend, fast schon ein bissl schnarchig. Als ich am Samstag gegen 21.00 Uhr noch etwas essen wollte, hatten die meisten Lokale schon zu. Dafür gab es ein nettes Museum und eine generell recht entspannte Atmosphäre. An Vientiane kommts in relaxedness aber dennoch nicht heran.

In der Gegend gibt es aber einiges anzusehen, u.a. den Nationalpark Pha Taem, ganz im Osten gelegen.

Nationalpark Pha Taem, Wasserfälle 


Für den Sonnenaufgang war ich zu spät dran 
Rechts im Bild: Laos
Nationalpark Pha Taem 

Ich habe mir ein Auto mit Fahrer organisiert, wie wir weggefahren sind, waren auf einmal noch zwei Thai mit im Auto. Im ersten Moment habe ich mir gedacht, die fahren halt nur ein Stückl mit, bin dann aber drauf gekommen, was wirklich war. Der Fahrer des Autos war der Onkel des jungen Mannes von der Rezeption, der mir das Auto zu einem guten Preis organisiert hatte. Und da Sonntag war, ist Chuyi halt einfach mitgefahren. Den anderen Mann habe ich erst für einen Freund des Onkels gehalten, bis ich dann erfahren habe, dass er in der Firma arbeitet, wo der Onkel als Fahrer beschäftigt ist (daher auch der Minibus!) und er entweder als Aufpasser oder Tourist (oder beides) mitgefahren ist. Es war jedenfalls eine gute Gelegenheit, mein Thai außerhalb der Schule zu Themen zu üben, wo es nicht nur ums Essen oder Taxifahren ging.

Zusammenfluss von Mekong und Moon River.
Der eine braun, der andere rot. Ich hab den Unterschied nicht gesehen.

Als wir dann wieder Richtung Ubon Ratchathani unterwegs waren (ich bin am späten Nachmittag wieder nach Bangkok zurück geflogen) haben sie gemeint, ein Wat müssen sie mir noch zeigen. Eigentlich wäre ich lieber entspannt zum Flughafen zurück gefahren, ohne dass es zeitlich knapp würde, aber ich hab dann nicht widersprochen. Und was sie mir dann das Wat (eigentlich Wattham, dazu gleich noch) gezeigt haben, hab ich mich ein bissl wie Indiana Jones gefühlt.

Wir haben neben einem Wat geparkt, wo ein großer Buddha davor stand, und ich dachte schon: naja. Aber dann sind wir einen kleinen Pfad ein paar Minuten nach unten gegangen und auf einmal standen wir vor dem Wattham: thâm heißt "Höhle" und das Wat war offenbar ein uralter Kult- und Meditationsplatz, der jetzt eben buddhistisch verwendet wird.





Die Bilder werden der Atmosphäre leider überhaupt nicht gerecht. Ich hätte dort noch gerne mehr Zeit verbracht, am liebsten allein und ausprobiert, wie es wäre, dort einfach nur zu sitzen und zu schauen, nach außen und nach innen. Aber leider: die Nok Air hätte nicht auf mich gewartet ...

"nók" heißt Vogel
Und das Essen war schon gut, aber ich hätte offenbar früher zum Essen gehen müssen, um noch mehr Auswahl zu haben. Im Bild: gebratene Cashewnüsse mit Jungzwiebel und Rind (glaube ich zumindest ...)