Heute zum Frühstück habe ich Romanas Fotostrecke von ihrem Kuba-Urlaub angesehen, und dabei sind zwei Dinge passiert: zum ersten habe ich endlich Lust auf Südamerika bekommen und mir zum anderen vorgenommen, meinem Blog wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
 |
| I´m a Seoul man |
Nachdem aus unserem Projekt in Thailand nix geworden ist und sich auch sonst keine Einkommensquellen eröffnet haben (es war zB genau der Job bei Greenpeace SEA wieder ausgeschrieben, auf den ich damals von Wien aus schon einmal geliebäugelt hatte), freunde ich mich langsam mit dem Gedanken an, ab November doch meine Weltumrundung fertig zu machen. Bislang hatte mich Südamerika eigentlich nicht besonders angezogen, aber nach Romanas Fotos habe ich doch wieder Lust auf die spanischsprachige Welt bekommen.
 |
| Kimchi gibts in vielen Variationen |
 |
| Und so wirds gemacht |
Auf Korea bin ich gekommen, weil in meinen Thai-Klassen immer recht viel Koreaner und Koreanerinnen waren, die immer sehr patriotisch von ihrem Land und ihrem Essen erzählt haben. Da hab ich mir gedacht, das schau ich mir einfach einmal an.
 |
| Erster Stop nach dem Nachtflug: ein gutes Supperl! |
Jetzt ein bissl mehr als eine Woche in Korea und habe den Eindruck, als ob es schon viel länger wäre. Die ersten beiden Tage in Seoul waren nett, gutes Essen, einiges zum Anschauen und eine eindrucksvolle Militärparade.
Seoul selbst ist riesig (mehr als die Hälfte der 50 Millionen Einwohner Koreas leben in der Metropolitan Area Seoul), dafür ist es aber erstaunlich ruhig und entspannt. Den Norden nehmen sie irgendwie zur Kenntnis, aber - zumindest ist das so der generelle Eindruck - im Alltag auch nicht besonders ernst.
 |
| Das ist nicht (mehr) das Militär |
 |
| Im Jahr des Affen geboren |
 |
| Folk Museum |
Das Militär ist aber schon sehr präsent und wie die Parade am 1. Oktober gezeigt hat, auch recht gut ausgestattet (hier war auch ein Bericht davon, der Fotograf hatte offenbar auch einen besseren Platz als ich:
http://derstandard.at/1379292647391/Suedkorea-faehrt-alle-Geschuetze-auf). Die Stimmung im Publikum war ein Mix aus Begeisterung, wenn sie Panzer erkannt haben, die sie wahrscheinlich selbst gefahren sind und ehrfürchtiger Ruhe. Die Sicherheitsvorkehrungen waren aber auch nicht ohne, überall Polizei, Militär, kreisende Hubschrauber.
Am nächsten Tag war es dann wieder friedlicher und ich hab mir die zweite große Palastanlage in Seoul angesehen. Beide wurden nach den Kriegen wieder neu aufgebaut, nachdem ganz Seoul mehr oder weniger in Schutt und Asche gelegen ist.
Rund um den Palast gibt es ein "altes" Stadtviertel, wo schwer zu sagen ist, was noch alt und was schon neu ist. Die Idee ist einfach, dass man sehen kann, wie die alten Stadtstrukturen ausgesehen haben, bevor sie durch Neubauten abgelöst wurden. Mir kam es ein bissl vor wie eine Mischung aus Freilichtmuseum, Andenkenshop und Hanok-Style Unterkunft, aber schon interessant. Generell würde ich sagen, dass in Asien weniger Hemmung besteht, altes und neues nebeneinander stehen zu lassen.
Nach Seoul bin ich an die Ostküste gefahren, mehr dazu gibt’s am Abend, jetzt muss ich mich fertig machen, ich möchte mir hier in der Gegend (
http://en.wikipedia.org/wiki/Gyeongju) ein paar Sachen ansehen.
 |
| Streetfood (1): Mandu (= Gyoza) |
 |
| Streetfood (2): Reiskuchen in Tomatenpampe, ich habs nicht probiert |
 |
| Streetfood (3): Zum Glück gibts den Döner auch zum Mitnehmen! |
 |
| Streetfood (4): Würschtlstand auf koreanisch |
 |
| Und auch für das geistliche Wohl wird gesorgt. Ihr Sünder! |
 |
| Zuletzt: die dynamische Körperhaltung koreanischer TV-Moderatorinnen |