Samstag, 14. September 2013

อ่านกับเขียนไทย

Seit zwei Wochen lerne ich ja auch die Thai Schrift. Und bemerke dabei, wie erstaunlich das Gehirn doch ist. Denn was am ersten Tag noch völlig unverständlich erscheint, ist nach ein oder zwei Nächten auf einmal ganz normal ...

Noch eher am Anfang: rii - ruu - raa - rɔɔ - y - yii - yuu - yaa - yɔɔ

Die größte Herausforderung beim Lernen der Thai Schrift war bisher nicht, die Zeichen (Buchstaben) zu lernen, immerhin kann ich schon etwa 20 Konsonanten (von 44, einige davon aber obsolet) und 12 Vokale (von 28, dazu kommen aber offenbar auch noch Konsonanten, die in bestimmten Kombinationen dann zu Vokalen werden …) lesen und schreiben. Die eigentlich Schwierigkeit ist, dass sich die Bedeutung und Aussprache von einzelnen Zeichen ändert, wenn sie in Kombination mit anderen auftreten oder auch ob sie am Anfang oder Ende des Wortes stehen.


Letzteres kennen wir im Deutschen ja auch: das „St“ in Straße oder Stube sprechen wir anders aus als in Rast oder List. Das erklärt zum Beispiel auch, warum in Thailand niemand „Football“ sagen kann, sondern es immer zu „futbon“ wird. Das „L“, das im Unterschied zu anderen asiatischen Ländern vom „R“ klar unterschieden wird, spricht man nur am Anfang und im Wortinneren als „L“, am Ende einer Silbe wird es zu „N“ (genauso wie die seltener Form des „L“, das „R“ und die weniger benutzte Form von „Y“ - das häufiger gebrauchte „Y“ bleibt aber auch am Silbenende ein „Y“).

Diktat - nur zwei Fehler! :-)

Aber dass aus einem Y auf einmal ein A wird oder ein ÄY wie IA auszusprechen wird, erfordert ein bissl Gewöhnung. Dazu kommt noch, dass in Thai ein Abstand nicht zwischen Worten sondern nur zwischen Sätzen gemacht wird, was die Lesbarkeit noch einmal ein bissl erschwert: ผมอ่านภาษาไทยได้ครับ („Ich kann Thai Schrift lesen“) stimmt in meinem Fall leider nur eingeschränkt, denn bei einigen Zeichen musste ich mir noch Hilfe aus dem Dictionary holen.

Als das Lesen noch einfach war: Lautschrift im Modul 2

Aber immerhin, so sagen es zumindest die, die es gemeistert haben: wenn man erst einmal lesen kann, ist die erforderlich Betonung (das heisst, welche der fünf Betonungen anzuwenden ist), ganz klar. Es gibt nämlich drei unterschiedliche Klassen von Konsonanten, die dann entsprechend zu betonen sind (allerdings, so scheint es mir, haben die wenigen Betonungszeichen zwischen den unterschiedlichen Konsonantenklassen dann auch wieder unterschiedliche Bedeutungen, aber so weit bin ich noch nicht).

Essentiell für Taxifahrten: Modul 1 
Lang ists her: Khun Brian, Khun Stephanie und Khun H.L. im ersten Modul

Eines kann ich aber sagen: auch wenn ich mir oft vorkomme wie ein Volksschüler, wenn die Lehrerin unbarmherzig minimale Fehler korrigiert, es macht auch verdammt viel Spaß!

In diesem Sinne:

สวัสดีครับ (Sawatdeekhrap)
คุณแฮรรี้้ (KhunHäärríi)

Freitag, 13. September 2013

Yangoon und Bago

So, nachdem ich meine burmesische Verkühlung auskuriert habe, folgt jetzt der zweite Teil meines Berichts: Samstag in Yangoon und Sonntagsausflug nach Bago (Pegu).

In Yangoon wird es schon irgendwie indischer. Das Essen, die Leute, teilweise der Schmutz, nicht aber die Lautstärke. In dem Punkt ist es in Yangoon noch sehr entspannt.   

Die Sule-Pagode als Zentrum des Kreisverkehrs 
City Hall
High Court

Downtown
Rikscha

Schreibstube



Am Sonntag haben wir einen Tagesausflug nach Bago gemacht. Bago liegt etwa 80km nördlich von Yangoon und ist mit dem Auto gut erreichbar. Vorbei an zahlreichen Kasernen und großen Flächen, die der Armee gehören (incl. Defence Golf Court) wird die Landschaft dann sehr schnell sehr flach und sehr grün: Reisanbau.


In Bago (Pegu) wurde von Archäologen ein Königspalast an jener Stelle wieder aufgebaut, wo er 1599 bis auf die Grundpfeiler abgebrannt ist. Die Rekonstruktion ist auf Basis von zeitgenössischen Berichten und Bildern erfolgt und auch wenn das Gebäude jetzt neu ist, fand ich es ziemlich eindrucksvoll.

Kanbawzathadi Palace










Die Shwedagon Pagode in Yangoon wird oft als die höchste Pagode in Burma bezeichnet und sie wirkt auch höher, weil sie geschickt auf der Spitze eines Hügels platziert ist. Genau genommen ist die Shwemawdaw Pagode in Bago aber höher und mindestens so eindrucksvoll. Und golden sowieso.










Die dritte Sehenswürdigkeit, die uns unsere birmanischen Freunde gezeigt haben, ist ein liegender (reclining) Buddha, auch einer der größten seiner Art.

Shwethalyaung Buddha

Zum Abschluss haben wir dann noch ein kurzes, flottes Jauserl an einem Fluss eingenommen, weil am Abend sind wir wieder nach Bangkok zurück geflogen. Ich denke, auch wenn Myanmar jetzt nicht mehr diese exotische Destination ist, die sie einmal war, ist es auf jeden Fall wert, dort noch einmal hinzufahren. Bagan und Mandalay klingen interessant und ich bin sicher, es gibt noch mehr ...

Freitag, 6. September 2013

Yangoon

Ein verlängertes Wochenende in Yangoon - nach dem ersten Tag kann ich sagen: sehr nett. Vermutlich nicht mehr vergleichbar mit der Zeit, als während der Abschottung des Landes noch kaum Touristen ins Land durften, aber mir gefällts. Was auch daran liegt, dass uns Zin Zin und Aung, zwei burmesische Studienkolleg/innen aus Rainers Zeit an der Uni in Bangkok unter ihre Fittiche genommen haben und zB gleich um 8.30 mit uns in ein Lokal gefahren sind, wo es das beste traditionelle Frühstück von Yangoon geben soll. 

Pimmada und Zin Zin
Breakfast mit gschmackigen Suppen ...
... und frittiertem Gemüse
Rainer und ich haben Pimmada dazu eingeladen, die Krankenschwester, die uns bei unserem Projekt in Bangkok sehr behilflich ist.


Am Eingang zur Shwedagon Pagode die Warnung: don´t wear sexy clothes!

Danach gings zur Shwedagon-Pagode, der zentralen Attraktion Yangoons. Die Regenzeit ist hier deutlich spürbarer als in Bangkok und entsprechend waren wir nicht ganz trockenen Fußes unterwegs. Dennoch impressive! Und immer noch ein Grund, für mehr oder weniger freundliches Genecke zwischen Thai und Burmesen: das Gold für die Pagode haben sich die Burmesen vor hunderten von Jahren aus Ayutthaya geholt, der damaligen Hauptstadt von Siam. So etwas vergisst man nicht, auf keiner Seite!

Gold, Gold, Gold




Schirmherr



Tempelkatze. Noch entspannter als Katzen normalerweise eh schon sind. 


Speechless





Auch der Buddha will mal eine rauchen ... 

Etwas erschöpft sind wir dann noch zu einer zweiten Pagode, danach wollten wir nur eine Kleinigkeit (ähem) essen gehen. Zin Zins Neffe, den sie uns kurzerhand als Fahrer organisiert hat, als sie sich einer Prüfungsvorbereitung widmen musste, hat uns aber erst noch an einen der beiden Seen in Yangoon gefahren.  












Was ich bisher gegessen habe, passt zu meiner Vorstellung: so wie Myanmar geographisch zwischen Indien und Südostasien liegt, so ist auch „die Küche“ (also die etwa 15 Speisen, die ich bisher verkostet habe) eine Mischung aus beidem. Nicht so ölig wie die indische Küche, aber doch spürbar schwerer als die Thai Gerichte. Aber sehr gschmackig!



Jetzt haben wir uns gerade noch ausgeruht, leider aber auch von der Klimaanlage alle eine verstopfte Nase bekommen. Allergie auf gekühlte Luft? Ich hoffe, das geht wieder vorbei!



Zum Abschluss gibts noch einen kleinen Gong!